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Fermente in Kosmetik: Was Postbiotika für die Haut wirklich leisten

·Rammilav Team
Fermente in Kosmetik: Was Postbiotika für die Haut wirklich leisten

Fermente in Kosmetik sind meist postbiotische Extrakte, gewonnen durch die Fermentation von Hefen, Bakterien oder pflanzlichen Rohstoffen. Sie sollen Feuchtigkeit binden, die Hautbarriere stärken und Entzündungsprozesse dämpfen. Laborstudien und einige kleine klinische Tests stützen diesen Nutzen, eine breite Beweislage fehlt aber noch. Erkennen kannst du sie an INCI-Namen wie Galactomyces Ferment Filtrate oder Bifida Ferment Lysate.


Kurz gesagt:

  • Fermente bestehen hauptsächlich aus Postbiotika, die durch Mikroorganismen bei der Fermentation größerer Moleküle entstehen und in Kosmetika häufig in der INCI-Bezeichnung erscheinen.
  • Molekülverkleinerung durch Fermentation verbessert die Hautaufnahme von Inhaltsstoffen, insbesondere bei großen Pflanzenextrakten, und kann die Produktion von Hautbestandteilen wie Hyaluron anregen.
  • Wissenschaftliche Daten deuten auf einen feuchtigkeitsfördernden Effekt sowie auf antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften hin, aber die Studienlage bleibt begrenzt.
  • Fermentierte Inhaltsstoffe, meist ohne lebende Mikroorganismen, sollten in der INCI-Liste unter Bezeichnungen wie „Ferment Filtrate“ oder „Lysate“ erkannt werden.
  • Für eine sichere Anwendung sollte man Produkte mit relevanten Fermentanteilen aus der oberen Liste wählen, auf Begleitstoffe achten und Produktkategorie sowie pH-Wert prüfen.

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Inhaltsverzeichnis

Was Fermentation in der Kosmetik bedeutet

Fermentation beschreibt einen biochemischen Prozess, bei dem Mikroorganismen wie Hefen, Milchsäurebakterien oder Pilze einen Rohstoff aufspalten und dabei neue, oft kleinere Moleküle erzeugen. In der Naturkosmetik mit Fermenten wird meist Reis, Soja, Zuckerrohr oder Kokoswasser als Ausgangsstoff verwendet. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen drei Begriffen, die in der Werbung gerne vermischt werden:

  • Probiotikum: lebende Mikroorganismen, in Cremes und Seren aus Stabilitätsgründen eher selten
  • Postbiotikum: die Stoffwechselprodukte der Fermentation, ohne lebende Kulturen
  • Fermentlysat: eine Variante des Postbiotikums, bei der Zellen der Mikroorganismen aufgebrochen wurden, um ihren Inhalt freizusetzen

Hersteller fermentieren aus einem einfachen Grund. Der Prozess zerlegt große Moleküle in kleinere Fragmente und erzeugt gleichzeitig neue Metabolite, die der Ausgangsstoff allein nicht hätte. Genau diese Fragmente sollen die Haut leichter aufnehmen können.

Wie fermentierte Inhaltsstoffe auf der Haut wirken

Der zentrale Mechanismus heißt Molekülverkleinerung. Fragmente unter 500 Dalton durchdringen die oberen Hautschichten deutlich leichter als große, unveränderte Moleküle, wie eine ältere Studie zur Molekülgröße und Hautpenetration zeigt. Genau das macht Fermente für die Haut interessant, denn viele native Pflanzenextrakte sind schlicht zu groß, um über die Hornschicht hinauszukommen.

Während der Fermentation entstehen zudem völlig neue Stoffe. Metabolomics-Analysen an fermentierter Reisflüssigkeit haben Acetylpolyamine identifiziert, die in 3D-Hautmodellen die Hyaluronproduktion angeregt und dabei bis nahe an die Hornschicht vordrangen, wie eine japanische Studie zur Wirksamkeit von fermentiertem Keimreis zeigt. Postbiotische Metabolite scheinen außerdem proinflammatorische Botenstoffe wie Interleukin 8 zu regulieren, was sich in einer besseren Barrierefunktion niederschlagen kann, wie mehrere Übersichtsarbeiten zu Postbiotika zusammenfassen. Ob und wie stark sich das auf den transepidermalen Wasserverlust auswirkt, hängt stark vom jeweiligen Produkt ab.

Welche Vorteile Studien und Praxis zeigen

Die Datenlage ist ermutigend, aber sie ist eben auch begrenzt. In einer kleinen 28-Tage-Studie mit einer Essenz, die ein Prozent Bifida Ferment Filtrate enthielt, zeigte sich ein signifikanter Rückgang des transepidermalen Wasserverlusts und eine Steigerung der Hautfeuchtigkeit. Das ist ein solides Signal für die Feuchtigkeitswirkung, stammt aber aus einer einzelnen, kleinen Untersuchung, die keine breite Verallgemeinerung erlaubt.

Ein postbiotischer Extrakt aus fermentiertem Zuckerrohr-Stroh hemmte in vitro Elastase um bis zu 83,4 Prozent und Tyrosinase um 42,4 Prozent und zeigte zusätzlich antioxidative sowie entzündungshemmende Eigenschaften.

Elastase baut die elastischen Fasern der Haut ab, Tyrosinase steuert die Pigmentbildung. Werden beide Enzyme gebremst, sind das plausible Ansatzpunkte für Anti-Aging und ein gleichmäßigeres Hautbild, allerdings zunächst nur im Reagenzglas nachgewiesen. Andere Übersichtsarbeiten mahnen ausdrücklich zur Vorsicht, weil viele Studien zu fermentierten Wirkstoffen mit kleinen Probandenzahlen und kurzen Laufzeiten arbeiten, wie eine Fachübersicht zu Fermentfiltraten feststellt. Besonders sinnvoll erscheinen Fermente bislang bei trockener, gestresster oder zu Rötungen neigender Haut, wo Feuchtigkeitsbindung und eine ruhigere Barriere im Vordergrund stehen.

Gängige INCI-Namen und was sie versprechen

Auf der Zutatenliste tarnen sich Fermente hinter lateinisch klingenden Bezeichnungen. Wer diese Namen kennt, muss sich nicht auf Marketingversprechen verlassen:

  • Galactomyces Ferment Filtrate: aus Sake-Herstellung bekannt, soll Teint und Feuchtigkeit verbessern
  • Bifida Ferment Lysate: Bakterienlysat, wird mit Barrierestärkung und Beruhigung in Verbindung gebracht
  • Lactobacillus Ferment: Milchsäurebakterien-Fermentat, oft in Tonern zu finden
  • Saccharomyces Ferment: Hefefermentat, meist antioxidativ beworben
  • Bacillus Ferment: seltener, wird häufig für Anti-Pigment-Formulierungen genutzt

Die Endung verrät zusätzlich etwas über die Verarbeitung. „Filtrate“ bezeichnet die abfiltrierte Flüssigkeit nach der Fermentation, „Lysate“ steht für aufgebrochene Zellwände, „Extract“ für eine klassische Extraktion aus dem fermentierten Material. Vorsicht ist beim Wort „probiotisch“ geboten. In den meisten Fällen enthält das Produkt keine lebenden Kulturen mehr, sondern deren Stoffwechselprodukte, also Postbiotika.

Woran erkennst du ein geeignetes Produkt?

Die INCI-Liste ist dein erster Anhaltspunkt, aber sie reicht allein nicht aus. Entscheidend ist auch, wo der Fermentanteil in der Liste steht und mit welchen Begleitstoffen er kombiniert wird.

  1. Prüfe, ob das Fermentat unter den ersten fünf bis acht Inhaltsstoffen steht, das deutet auf eine relevante Konzentration hin.
  2. Achte auf Begleitwirkstoffe wie Hyaluronsäure oder Ceramide, die die Feuchtigkeitswirkung sinnvoll ergänzen.
  3. Kontrolliere, ob ein pH-Wert angegeben ist, viele Toner mit Fermenten liegen im leicht sauren Bereich.
  4. Vergleiche mehrere Produkte derselben Kategorie, etwa Toner gegen Toner statt Toner gegen Creme.
  5. Mache vor der ersten Anwendung immer einen Patchtest in der Armbeuge.

Bei Retinoiden oder sehr empfindlicher, gereizter Haut solltest du fermentierte Säure-Kombinationen zurückhaltender einsetzen und im Zweifel eine Hautärztin oder einen Hautarzt fragen.

Profi-Tipp: Notiere dir beim Kauf, ob ein Produkt als Toner, Serum oder Creme deklariert ist. Die Konzentration eines Ferments unterscheidet sich zwischen diesen Kategorien oft erheblich, auch wenn der INCI-Name identisch klingt.

Fermentierte Wirkstoffe richtig in die Routine einbauen

Die Reihenfolge folgt der Textur, nicht dem Wirkstoff. Ein fermentierter Toner oder eine Essence kommt direkt nach der Reinigung, ein Serum danach, eine Creme mit Fermentanteil schließt die Routine ab. Beides funktioniert morgens wie abends.

  • Kombinierbar sind Fermente meist problemlos mit Hyaluronsäure und Ceramiden, die die Feuchtigkeitswirkung unterstützen.
  • Bei starken Säuren wie AHA oder BHA sowie bei Retinoiden lohnt es sich, den Fermentschritt zeitlich zu versetzen, um Reizungen zu vermeiden.
  • Sichtbare Effekte wie ein ruhigerer Teint oder pralleres Hautgefühl brauchen häufig vier bis acht Wochen regelmäßiger Anwendung.
  • Ein Ratgeber zur Hautbarriere hilft dabei, den Zustand deiner Haut vor und während der Anwendung besser einzuordnen.

Wer unsicher ist, kombiniert ein fermentiertes Produkt zunächst mit wenigen anderen Aktivstoffen und erweitert die Routine erst, wenn die Haut das neue Produkt gut verträgt.

Warum Rammilav auf fermentierte K-Beauty-Produkte setzt

Rammilav bezieht seine koreanische Kosmetik direkt von geprüften Lieferanten, was Originalware und eine gleichbleibende Qualität der fermentierten Inhaltsstoffe sichern soll. Diese Kombination aus geprüfter Herkunft und kurzer Lieferzeit spielt bei fermentierten Produkten eine besondere Rolle, da manche Formulierungen empfindlich auf lange Lager- und Transportzeiten reagieren.

Warum Rammilav auf fermentierte K-Beauty-Produkte setzt — overview diagram

Fermente sind vielversprechend, aber kein Wundermittel

Fermente in Kosmetik gehören zu den spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre, doch der Hype läuft der Studienlage voraus. Die in vitro-Ergebnisse zu Elastase- und Tyrosinasehemmung sind real, aber sie sagen noch nichts darüber, wie stark ein fertiges Produkt an echter Haut wirkt. Achte stärker auf die INCI-Liste und die Gesamtformulierung als auf werbewirksame Schlagworte wie „probiotisch“ oder „fermentiert“. Spannend bleibt, wohin sich die Forschung zu neuen, nachhaltig gewonnenen Postbiotika-Quellen wie Zuckerrohr-Stroh weiterentwickelt.

— Aleksejs

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Anders als bei vielen Einzelprodukten mit unklarer Herkunft bezieht Rammilav seine fermentierten Toner, Seren und Cremes direkt von geprüften Lieferanten, was dir Originalware garantiert statt eines Griffs ins Ungewisse. Im Sortiment mit Reinigung, Toner, Serum und weiteren Kategorien findest du Marken wie Cosrx, Beauty Of Joseon und Purito, viele davon mit Fermentanteilen wie Galactomyces oder Bifida Ferment. Wer neu bei fermentierten Wirkstoffen einsteigen möchte, startet am besten mit einem Toner statt gleich mit einem konzentrierten Serum, etwa dem Round Lab 1025 Dokdo Toner, der die Haut sanft an die neue Textur gewöhnt. Der Versand erfolgt innerhalb der Schweiz, meist kommt das Paket innerhalb weniger Tage an. Aktuelle Versandbedingungen findest du auf der Website.

Quellen

FAQ

Was sind Fermente in der Kosmetik?

Fermente sind Wirkstoffe, die durch die Fermentation von Rohstoffen wie Reis, Soja oder Zuckerrohr mithilfe von Hefen oder Bakterien entstehen. Meist handelt es sich um Postbiotika, also Stoffwechselprodukte ohne lebende Mikroorganismen, die auf INCI-Listen als „Ferment Filtrate“ oder „Ferment Lysate“ auftauchen.

Was sind fermentierte Inhaltsstoffe genau, und wie unterscheiden sie sich von normalen Extrakten?

Fermentierte Inhaltsstoffe entstehen durch einen mikrobiellen Umwandlungsprozess, der große Moleküle in kleinere Fragmente zerlegt und neue Stoffwechselprodukte erzeugt. Fragmente unter 500 Dalton durchdringen die Haut nach einer klassischen Studie zur Molekülgröße leichter als unveränderte, größere Extraktmoleküle.

Welche Inhaltsstoffe sollte man in Kosmetik eher vermeiden?

Bei empfindlicher oder gereizter Haut lohnt sich Vorsicht bei stark parfümierten Produkten und hochkonzentrierten Säuren in Kombination mit Retinoiden, da sich Reizungen dadurch verstärken können. Fermentierte Inhaltsstoffe selbst gelten allgemein als gut verträglich, weil sie meist keine lebenden Organismen mehr enthalten.

Welche Inhaltsstoffe sollte eine gute Gesichtscreme haben?

Eine ausgewogene Creme kombiniert feuchtigkeitsspendende Stoffe wie Hyaluronsäure mit barrierestärkenden Ceramiden und gegebenenfalls einem fermentierten Filtrat für zusätzliche Pflegewirkung. Produkte wie die Lebelage Super Aqua Feuchtigkeitscreme zeigen, wie sich solche Kombinationen in der Praxis zusammensetzen lassen.

Wie lange dauert es, bis man Effekte von fermentierten Produkten sieht?

In der Praxis berichten Anwenderinnen und Anwender meist nach vier bis acht Wochen regelmäßiger Nutzung von einem ruhigeren Hautbild und mehr Feuchtigkeit. Eine kleine klinische Studie zu Bifida Ferment Filtrate zeigte bereits nach 28 Tagen eine spürbare Reduktion des Wasserverlusts der Haut.

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